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Anne van den Haak . Heilpraktikerin


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Winter-Zeit der Infekte

AKTUELL-Inspiration JahreszeitPosted by Anne van den Haak Mon, January 09, 2017 09:58:14

Der Winter

Das Feld ist kahl, auf ferner Höhe glänzet

Der blaue Himmel nur, und wie die Pfade gehen,

Erscheinet die Natur, als Einerlei, das Wehen

Ist frisch, und die Natur von Helle nur umkränzet.

Der Erde Stund ist sichtbar von dem Himmel

Den ganzen Tag, in heller Nacht umgeben,

Wenn hoch erscheint von Sternen das Gewimmel,

Und geistiger das weit gedehnte Leben.

Friedrich Hölderlin (1770-1843)


So schön und majestätisch der Winter auch sein mag, Kälte und Nässe setzen unser Organismus auch zu und Winterzeit ist denn auch die Zeit der Erkältungen oder gar der Grippe.
Erst mal kein Grund zur Panik. Vielleicht brauchen wir eine kurze Auszeit und ein gesundes Immunsystem kann durchaus mit lästigen Viren und Bakterien fertig werden, vorausgesetzt wir verhalten uns vernünftig und Schnupfen, Husten & co als Hinweis verstehen unser Körper Ruhe und Wärme zu geben. Wenn man sich auf eine Grippewelle "treiben" lassen kann und darf, stellt man danach oft erstaunt fest, wie frisch und "gesäubert" man sich fühlt. Tatsächlich kann der Körper über Fieber, Schwitzen und Ruhe viele Toxine (Giftstoffe) ausscheiden, eine Art Ent-müllung also.

Heißt das man soll tatenlos bleiben?
Nein, es gibt viele Mittel in der Naturheilkunde, auch viele alt-modische Hausmittel, die man einsetzen kann um den Krankheitsprozess zu unterstützen, von der einfachen Zwiebel, über Rettichsirup und Apfelessig bis zu den vielen heilkundigen Kräutertees.

Auch in der Homöopathie gibt es verschiedene Mittel, die bei entsprechenden Symptomen eingesetzt werden können.
Einige Grippemittel hier in Kurzfassung vorgestellt:

Belladonna
und Aconitum sind zwei Mittel, die man bei hohem Fieber (ab 39,5°) einsetzen kann. Das Fieber kommt typischerweise plötzlich, aus heiterem Himmel und ist gleich sehr hoch. Man fühlt sich richtig krank, nichts geht mehr. Während beim Belladonna-Fieber die Haut eher heiß und feucht ist, ist sie beim Aconit-Fieber trocken und blaß.
Auch der Gemütszustand kann ein Hinweis sein für das eine oder andere Mittel: Der Mensch, der Aconit braucht wird voller Angst und Unruhe sein, vielleicht sogar meinen sterben zu müssen. Der Belladonna-Kranke halluziniert im Fieberdelir.
Die Ursache des Fiebers ist bei Aconit häufig ein kalter (Ost)wind, bei Belladonna eine Abkühlung nach Hitze, z.B. im Frühjahr, nachdem man die erste Sonne genossen hat und nicht zeitig genug mitbekommen hat, wie sehr es sich schon abgekühlt hat am Nachmittag.

Gelsemium
könnte angezeigt sein, wenn vor allem eine allgemeine Schwäche und Zittrigkeit im Vordergrund steht. Die Muskeln sind schwach, man kann sich kaum auf die Beine halten und möchte sich nur noch hinlegen. Schüttelfrost und Zähneklappern lassen schleichend ein Fieber aufkommen, welches in den Bereich 39°-39,5° hochsteigen kann und mit Nacken- und Kopfschmerzen einhergehen.

Eupatorium perfoliatum kann indiziert sein, wenn Gliederschmerzen im Vordergrund stehen. Alle Glieder fühlen sich wie zerschlagen an. Auch Kopfschmerzen treten hier auf.

Ferrum phosphoricum wird benötigt bei eher niedrigem Fieber (38°-38,5°), wobei die Betroffenen zwar eindeutig krank sind, aber trotzdem das Bett verlassen können und das ein oder andere erledigen. Auch Personen die generell abwehrgeschwächt sind oder von zarter Konstitution können häufig von diesem Mittel profitieren.

Bryonia kann bei einer Grippe, die mit Gliederschmerzen und häufig mit einem starken, hohlen Husten einhergeht indiziert sein . Die Betroffenen müssen vor lauter Schmerzen beim Husten die Brust halten. Vom Gemüt her sind sie eventuell gereizt und wollen alleine gelassen werden. Sie brauchen ihre Ruhe. Auffallend ist ein starker Durst, wobei sie dazu neigen das Glas in einem Zug leer zu trinken.


Dies sind nur einige Mittel, die eingesetzt werden können. Homöopathisch arbeitende Heilpraktiker(innen) werden Sie gerne über weitere Möglichkeiten beraten.
Bei länger anhaltenden oder komplizierten Verläufen sollte man allerdings nicht selber experimentieren, sondern sich sofort einem Heilpraktiker oder Arzt zuwenden.
Auch bei Kindern, chronisch Kranken und älteren Leuten ist eine fachkundige Hilfe notwendig.